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Auszeichnung für herausragende Forschung: Dr. Sergej Schultenkämper bei der dtec.bw-Jahrestagung 2026 geehrt

Bei der dtec.bw-Jahrestagung 2026 an der Universität der Bundeswehr München wurde Dr. Sergej Schultenkämper für seine Dissertation zu Spear-Phishing, Identitätsdiebstahl und dem Schutz persönlicher Daten geehrt.

Wir bei wonk.ai freuen uns sehr über eine besondere Auszeichnung für unseren Mitarbeiter Dr. Sergej Schultenkämper: Im Rahmen der dtec.bw-Jahrestagung 2026 an der Universität der Bundeswehr München wurde er heute für seine herausragende Doktorarbeit geehrt.

Die Ehrung fand am 16. September 2026 im Rahmen der Jahrestagung von dtec.bw statt. Vertreterinnen und Vertreter der beiden Universitäten der Bundeswehr sowie von dtec.bw würdigten dabei ausgewählte wissenschaftliche Leistungen. Dr. Schultenkämper erhielt im feierlichen Rahmen eine Urkunde und eine silberne Gedenkmünze.

Für uns ist diese Auszeichnung ein besonderer Grund zur Freude. Denn sie würdigt nicht nur eine mit summa cum laude abgeschlossene Promotion, sondern eine Forschungsarbeit zu einem Thema, dessen gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung durch die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz weiter zunimmt: Spear-Phishing, Identitätsdiebstahl und der Schutz persönlicher Daten im digitalen Raum.

Zur Promotion selbst haben wir bereits im Herbst 2025 gratuliert: Glückwunsch, Dr. Sergej Schultenkämper.

Wenn öffentlich verfügbare Daten zur Angriffsfläche werden

In seiner Dissertation untersuchte Sergej Schultenkämper, wie Informationen aus sozialen Netzwerken von Angreifern miteinander kombiniert und für gezielte Cyberangriffe genutzt werden können.

Anders als klassische Phishing-Nachrichten setzt Spear-Phishing auf eine möglichst individuelle Ansprache. Informationen über Beruf, Freizeit, Familie oder persönliche Interessen können dafür genutzt werden, Vertrauen zu erzeugen und Nachrichten glaubwürdig erscheinen zu lassen. Gerade die Kombination von Informationen aus unterschiedlichen sozialen Netzwerken kann ein detailliertes Bild einer Person entstehen lassen.

Durch generative KI gewinnt dieses Problem zusätzlich an Bedeutung. Täuschungsversuche können schneller erstellt, stärker personalisiert und sprachlich überzeugender gestaltet werden. Damit wird die Frage, welche Informationen Menschen über sich öffentlich zugänglich machen und welche Risiken daraus entstehen, zunehmend zu einem zentralen Aspekt digitaler Sicherheit.

4.500 digitale Zwillinge für die Forschung

Für seine Dissertation analysierte Sergej Schultenkämper umfangreiche Datenbestände und entwickelte unter anderem 4.500 digitale Zwillinge realer Personen auf Grundlage ihrer öffentlich verfügbaren Social-Media-Präsenz.

Mithilfe eigens entwickelter Risikometriken untersuchte er anschließend, wie anfällig diese digitalen Identitäten für Spear-Phishing und Identitätsdiebstahl sein könnten. Nach den im Rahmen seiner Forschung entwickelten Kriterien wurden rund 90 Prozent der untersuchten Personen als potenziell gefährdet eingestuft.

Ein wesentlicher Beitrag seiner Arbeit besteht deshalb nicht nur darin, Risiken zu beschreiben, sondern sie systematisch messbar zu machen. Ergänzend entwickelte er prototypisch ein Dashboard, das Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen kann, problematische Kombinationen öffentlich sichtbarer Informationen zu erkennen und bewusster mit ihren Daten umzugehen.

Genau diese Verbindung aus wissenschaftlicher Methodik, Künstlicher Intelligenz, Cybersecurity und konkreter Anwendung macht die Arbeit aus unserer Sicht besonders relevant.

Forschung zwischen HSBI und Universität der Bundeswehr München

Die Dissertation entstand im Rahmen des Forschungsprojekts ADRIAN, Authority-Dependent Risk Identification and Analysis in Online Networks, einer Kooperation zwischen der Hochschule Bielefeld und der Universität der Bundeswehr München.

An der HSBI wurde Sergej Schultenkämper von Prof. Dr. Frederik Bäumer betreut. Die Promotion erfolgte unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Michaela Geierhos an der Fakultät für Informatik der Universität der Bundeswehr München.

Die nun erfolgte Ehrung findet damit in einem besonders passenden Umfeld statt. Die dtec.bw-Jahrestagung 2026 bildet den Abschluss des Finanzierungszeitraums 2020 bis 2026 und stellt Forschung und Innovationen aus sechs Jahren dtec.bw in den Mittelpunkt. Die diesjährige Veranstaltung findet am 15. und 16. September auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München statt.

Im Mittelpunkt der Jahrestagung stehen Schlüssel- und Zukunftstechnologien sowie der Austausch zwischen Wissenschaft, Bundeswehr und Industrie.

Forschung mit direktem Bezug zu unserer Arbeit bei wonk.ai

Dass Sergej heute Teil unseres Teams bei wonk.ai ist, freut uns deshalb besonders.

Seine Forschung berührt Fragen, die weit über klassische IT-Sicherheit hinausgehen: Wie lassen sich große Datenmengen sinnvoll analysieren? Wie können KI-Systeme Risiken erkennen und Informationen einordnen? Wo entstehen durch neue Technologien neue Möglichkeiten, und wo gleichzeitig neue Gefahren?

Gerade beim Einsatz Künstlicher Intelligenz gehört für uns beides zusammen: technologische Möglichkeiten zu nutzen und gleichzeitig ein tiefes Verständnis für ihre Auswirkungen zu entwickeln.

Sergejs wissenschaftlicher Hintergrund, seine Erfahrung im Umgang mit großen Datenmengen und seine intensive Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz und digitalen Risiken sind deshalb eine große Bereicherung für unser Team.

Mehr zu Sergej gibt es in seinem Profil.

Herzlichen Glückwunsch, Sergej!

Eine Promotion mit summa cum laude abzuschließen, ist bereits eine außergewöhnliche wissenschaftliche Leistung. Dass die Arbeit nun zusätzlich im Rahmen der dtec.bw-Jahrestagung gewürdigt wurde, macht diesen Erfolg umso schöner.

Lieber Sergej, das gesamte Team von wonk.ai gratuliert dir herzlich zu dieser Auszeichnung. Wir sind stolz, dich als Kollegen in unserem Team zu haben, und freuen uns darauf, gemeinsam mit dir weiter an intelligenten, verantwortungsvollen und praxisnahen KI-Lösungen zu arbeiten.

Herzlichen Glückwunsch!