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Forschungspreis für Dr. Sergej Schultenkämper

Die Universität der Bundeswehr München zeichnet Sergej Schultenkämpers Dissertation über Informationspreisgabe im Web und digitale Zwillinge mit dem Forschungspreis des ITIS e.V. aus.

Unser Kollege Dr. Sergej Schultenkämper ist mit dem Forschungspreis des Instituts für Technik Intelligenter Systeme, ITIS e.V., ausgezeichnet worden. Den Preis erhielt er für seine Dissertation „Informationspreisgabe im Web: Entwicklung eines Gefährdungsmodells für den digitalen Zwilling“.

Die Auszeichnung wurde am 23. Oktober 2026 beim Dies academicus der Universität der Bundeswehr München verliehen. Mit ihren Forschungspreisen würdigt die Universität Dissertationen, die durch ihre wissenschaftliche Qualität und ihren besonderen Beitrag zum jeweiligen Forschungsgebiet überzeugen.

Risiken aus öffentlichen Informationen messbar machen

Sergejs Arbeit untersucht, welche Risiken entstehen, wenn öffentlich verfügbare Informationen aus verschiedenen Quellen zu einem digitalen Abbild einer Person zusammengeführt werden.

Solche digitalen Zwillinge können sehr detailliert sein. Angaben zu Beruf, Interessen, sozialen Kontakten oder Aufenthaltsorten lassen sich miteinander kombinieren und für gezielte Angriffe nutzen. Besonders beim Spear-Phishing helfen diese Informationen dabei, Nachrichten glaubwürdig auf einzelne Personen zuzuschneiden.

Die Dissertation bleibt nicht bei der Beschreibung des Problems. Sergej entwickelte ein Gefährdungsmodell, mit dem sich Risiken systematisch erfassen und bewerten lassen. Damit verbindet die Arbeit Methoden aus Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse mit einer konkreten Frage der digitalen Sicherheit: Wie lässt sich erkennen, wann die Summe öffentlich geteilter Informationen zur persönlichen Angriffsfläche wird?

Forschung mit unmittelbarem Praxisbezug

Die Dissertation entstand im Forschungsprojekt ADRIAN, Authority-Dependent Risk Identification and Analysis in Online Networks. Das Projekt untersuchte Gefahren und Schutzmöglichkeiten bei der Profilbildung im Web und war Teil des durch dtec.bw geförderten Verbundprojekts MuQuaNet.

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Frederik Bäumer an der Hochschule Bielefeld und Prof. Dr. Michaela Geierhos an der Universität der Bundeswehr München. Sergej schloss seine Promotion mit dem Prädikat summa cum laude ab.

Für unsere Arbeit bei wonk.ai ist genau diese Verbindung wichtig: fundierte Forschung, ein sorgfältiger Umgang mit Daten und die Übersetzung komplexer Methoden in Systeme, die im Alltag zuverlässig funktionieren. Sergej bringt diese Perspektive als Lead Engineer in unsere Kundenprojekte ein.

Zweite Würdigung innerhalb weniger Wochen

Bereits im September wurde Sergejs wissenschaftliche Leistung bei der dtec.bw-Jahrestagung gewürdigt. Der nun beim Dies academicus verliehene Forschungspreis des ITIS e.V. zeichnet die Dissertation noch einmal ausdrücklich für ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zur Forschung aus.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und gratulieren Sergej herzlich.

Mehr über seine Arbeit steht in unserem Beitrag zur Dissertation und ihrem Forschungsthema. Sergejs Aufgaben bei wonk.ai stellen wir in seinem Teamprofil vor.

Quelle: Universität der Bundeswehr München: Dies academicus 2026, Auszeichnungen für Wissenschaft und Engagement